Seit rund zehn Jahren bauen Luis Schiefer und seine Frau Petra am Eishof in St. Leonhard in Passeier Gemüse im großen Stil an. In den Anfangsjahren konzentrierten sie sich vor allem auf ein für Südtirol nicht typisches Gemüse: „Damals haben wir ausschließlich Artischocken angebaut, haben dann aber festgestellt, dass der Vertrieb schwierig ist.“ Also habe man umgeschwenkt und auf Vielfalt gesetzt. „Heute bauen wir alles an, was man in einem typischen Südtiroler Hausgarten findet“, sagt Luis. Freilich ist jener am Eishof größer, denn Luis und seine Frau beliefern rund 15 Gastrobetriebe im Passeiertal und im Burggrafenamt bis nach Lana.
Zweimal in der Woche bringt er das frisch geerntete Gemüse direkt in die Gastrobetriebe, die Bestellung läuft unkompliziert ab: „Am Vortag der Lieferung verschicke ich an meine Kundschaft über WhatsApp eine Liste, mit dem, was wir derzeit an Gemüse verfügbar haben.“ Die Köchinnen und Gastronomen bestellen, was sie gerade brauchen.
Der persönliche Kontakt mit den Köchinnen und Köchen sei ihm sehr wichtig, erklärt Luis: „Teilweise erstellen sie die Menüs, indem sie sich nach unserem Angebot richten.“ Durch die intensive Zusammenarbeit entsteht eine Vertrauensbasis, die für beide Seiten vorteilhaft ist. „Der Koch sagt mir, wann er welche Gemüsesorten braucht, so kann ich besser planen.“ Und der Kunde weiß, dass er verlässlich sein Gemüse bekommt. Ähnlich unkompliziert ist die Preisgestaltung: Im Frühling versendet Luis die Preisliste, die bis Saisonsende gültig ist.
Vertrauen, das sei das Um und Auf: Man wolle mit der Kundschaft eine langfristige Beziehung aufbauen, und das sei ihm gelungen, freut sich Luis.
Nimm diese drei Learnings von Luis Schiefer mit: