Was macht ein Gasthaus besonders? Oft sind es Gerichte, die Erinnerungen wecken und zugleich neue Perspektiven eröffnen. Im Gasthaus Lerchner’s oberhalb von Bruneck kocht Johann Lerchner mit seinen Kindern Sandra und Julian Saure Suppe und Milzschnittensuppe, die Schlutzer werden mit „Tschotte“ statt Ricotta oder Quark gemacht. Alte Gerichte, die an vergangene Zeiten erinnern. Im Restaurant Kürbishof in Altrei arbeitet Familie Varesco eng mit lokalen Bauern zusammen und die Fermentation als alte Konservierungstechnik ist fester Bestandteil der Küchenarbeit – ebenso wie die Altreier Lupine. Mutter Sara und Sohn Matthias führen dabei zwei kulinarische Linien fort: eine traditionsverbundene und eine experimentierfreudige, die sich in zwei getrennten Menüs widerspiegeln. Beide Familienbetriebe wurden im Restaurantführer Slow Food Osterie d'Italia 2026 mit der begehrten Schnecke ausgezeichnet – für ihre Verbindung von Herkunft, Handwerk und Qualität.