Während der Umbauphase war das Hotel Monika in Sexten für längere Zeit geschlossen. Für den Inhaber Alexander Egarter bot sich dadurch eine seltene Gelegenheit: Er erlebte sein Dorf zum ersten Mal nicht als Gastgeber, sondern aus der Perspektive von Einheimischen und Gästen. Dabei wurde ihm bewusst, wie viel die Bevölkerung in einer Tourismusregion tagtäglich mitträgt.
Daraus entstand eine klare Überzeugung: „Der beste Tourismus ist der, der auch von den Einheimischen mitgetragen wird.“ Mit der Neueröffnung fiel deshalb eine bewusste Entscheidung: Die neue Bar und das Restaurant sollten nicht nur Hotelgästen offen stehen, sondern auch der Bevölkerung. Als Zeichen der Wertschätzung für das, was sie täglich zum touristischen Leben beitragen.
Ein Ort für Einheimische und Gäste
Mit der Neueröffnung im Sommer 2026 wurden die Bar und das Restaurant bewusst für alle geöffnet. Einheimische erhalten Zugang zu einem Ort, der bisher vor allem Gästen vorbehalten war – mit langen Öffnungszeiten, besonderem Ambiente und einem hochwertigen Angebot an Speisen und Getränken. Sei es für einen Kaffee am Vormittag, einen Aperitif nach der Arbeit oder ein Abendessen in besonderem Rahmen.
Für Alexander steht dabei vor allem eines im Vordergrund: Begegnungen ermöglichen. Wo Einheimische und Gäste denselben Ort nutzen, entstehen Gespräche und Einblicke, die über den klassischen Gästekontakt hinausgehen. Gleichzeitig entsteht ein Mehrwert für den Lebensraum selbst: Wenn touristische Angebote nicht ausschließlich Gästen vorbehalten sind, sondern auch von Einheimischen genutzt werden können, wächst das Gefühl von Teilhabe und gemeinsamer Nutzung des eigenen Umfelds.
Ergänzt wird dieses Konzept durch wechselnde Kunstausstellungen lokaler Kunstschaffender, die den Bezug zur Region zusätzlich stärken und das Hotel als offenen Treffpunkt im Dorf positionieren.
Eine Win-win-Situation für alle
Die Öffnung zeigt bereits Wirkung: Immer mehr Einheimische nutzen das Angebot und empfehlen es weiter. Das Haus wird dadurch stärker im Dorfleben verankert und als neuer Treffpunkt angenommen.
Auch für den Betrieb selbst ergeben sich Vorteile. Die offene Atmosphäre ermöglicht potenziellen Mitarbeitenden, das Haus ungezwungen kennenzulernen und einen Eindruck vom möglichen Arbeitsplatz zu gewinnen. So entsteht ein Mehrwert für alle Beteiligten – und ein Beispiel dafür, wie Tourismus und Lebensraum näher zusammenrücken können.
Learnings:
Wie wichtig ist aus deiner Sicht, dass touristische Betriebe auch für die lokale Bevölkerung offenstehen? Kann ein stärkeres Miteinander zwischen Einheimischen und Gästen den Tourismus langfristig verbessern? Teile deine Meinung gerne in den Kommentaren.
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