Erlebnisbegleiter:innen haben einen umfassenden Auftrag: Sie zeigen Gästen den Weg, vermitteln aber auch Geschichte(n), schaffen Begegnungen und machen eine Region authentisch erlebbar. Ob beim Wandern, Radfahren, Skifahren oder Genießen: Sie prägen maßgeblich den Eindruck mit, den Gäste von einer Destination mit nach Hause nehmen.
Doch wodurch entsteht eigentlich Qualität in ihrer Arbeit? Reicht ein Zertifikat aus? Oder sind es vielmehr Persönlichkeit, Erfahrung und Ortskenntnis, die den Unterschied machen?
Eine fundierte Ausbildung schafft die Basis
Lukas Varesco, Geschäftsführer des Ferienregion Südtirols Süden und selbst zertifizierter Wanderführer, ist überzeugt: Eine fundierte Ausbildung bildet die Grundlage für qualitativ hochwertige und sichere Führungen. Sie vermittelt nicht nur Fachwissen, sondern auch Verantwortungsbewusstsein und den professionellen Umgang mit unterschiedlichsten Situationen
Zwischen Qualitätsanspruch & Realität
Die Praxis zeigt, dass sich der Bedarf an Erlebnisbegleitern nicht immer ausschließlich mit zertifizierten Fachkräften decken lässt. Besonders bei Wanderangeboten entsteht dabei ein Spannungsfeld: Zwar ist die Berufsbezeichnung Wanderführer/Wanderleiter geschützt, die Tätigkeit jedoch nicht. Das bedeutet, dass die Tätigkeit grundsätzlich auch von Personen ohne diese Ausbildung ausgeübt werden kann.
Die Diskussion darüber ist nicht neu. Die Landesberufskammer der Berg- und Skiführer Südtirol, die auch das Sonderverzeichnis der Wanderleiter führt, setzt sich seit Jahren für eine gesetzliche Anerkennung der Tätigkeit als Wanderführer ein. Eine entsprechende Regelung gibt es bislang jedoch nicht.
Wo zertifizierte Wanderleiter zur Verfügung stehen, bieten sie für Betriebe und Gäste ein hohes Maß an Qualität, Sicherheit und Verlässlichkeit. Gleichzeitig zeigt die Praxis, dass bei der Auswahl von Erlebnisbegleitern auch die tatsächlichen Kompetenzen entscheidend sind, ob aus einer Führung ein hochwertiges Erlebnis wird.
Qualität zeigt sich in vielen Kompetenzen
Was einen guten Erlebnisbegleiter ausmacht, lässt sich einfach zusammenfassen: Es ist das Zusammenspiel verschiedener fachlicher, sozialer und persönlicher Kompetenzen.
Dazu gehören unter anderem:
Ausbildung und Persönlichkeit gehören zusammen
Die Diskussion zeigt, dass eine fundierte Ausbildung die beste Grundlage für qualitativ hochwertige Erlebnisse bleibt. Gleichzeitig entsteht Qualität nicht allein durch einen Ausbildungsnachweis.
Für Destinationen und Betriebe bedeutet das bei der Auswahl von Erlebnisbegleitern der Blick auf das gesamte Kompetenzprofil. Fachwissen, Erfahrung, Verantwortungsbewusstsein und die Fähigkeit, Menschen zu begeistern, sind entscheidend dafür, ob aus einer Führung ein echtes Erlebnis wird. Denn Gäste erinnern sich an die Begegnungen und Momente, die ihnen eine Region näher gebracht haben
Learnings:
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