Am 15. April hat Eggental Tourismus Neuland betreten. Erstmals wurde die Vollversammlung für die Öffentlichkeit geöffnet – ein bewusster Schritt hin zu mehr Transparenz, Dialog und Einbindung der lokalen Bevölkerung. Rund 20 Bürgerinnen und Bürger aus Deutschnofen, Welschnofen und Karneid folgten der Einladung und nutzten die Gelegenheit, hinter die Kulissen der touristischen Entwicklung ihrer Region zu blicken.
Präsident Erich Thaler führte durch die Veranstaltung, die in ihrer Struktur der klassischen Tagesordnung folgte. Der Teil zu Bilanz und Haushalt war den Mitgliedern vorbehalten, danach kamen auch interessierte Einheimische dazu – und genau das machte den Abend besonders.
Raum für Austausch und Wissensvermittlung
Inhaltlich bot die Vollversammlung einen kompakten und zugleich fundierten Überblick über die aktuelle Tourismusentwicklung im Eggental. Vorgestellt wurden laufende Projekte, Daten & Fakten sowie relevante Trends. Der Blick richtete sich dabei nicht nur auf den Status quo, sondern bewusst nach vorne.
Dabei machten der Austausch mit den Partnern von Latemar Dolomites und Carezza Dolomites sowie das Impulsreferat von Joachim Messner (IDM Südtirol) zum Beratungsangebot „Erfolgreich regional“ deutlich, wie zentral abgestimmtes Handeln und eine klare Positionierung für die zukünftige Entwicklung sind.
Beim anschließenden Aperitif, gestaltet gemeinsam mit einer Bäuerin aus Deutschnofen, und begleitet von einer Liveband mit Eggentaler Besetzung, entstand eine lockere Atmosphäre, in der Gespräche vertieft wurden. Genau hier zeigte sich der eigentliche Mehrwert des Abends: Beziehungen stärken, Vertrauen aufbauen und Perspektiven teilen. Als kleines Gadget erhielten die Teilnehmenden zudem ein funktionales Eggental-Schlauchtuch für den Outdoor- Sport.
Auch kommunikativ wurde die Veranstaltung bewusst breit gestreut – über das Gemeindeblatt, einen via WhatsApp geteilten Flyer sowie den LinkedIn-Kanal von Direktorin Stephanie Völser.
Was bleibt von dieser ersten offenen Vollversammlung?
Vor allem die Erkenntnis, dass solche Formate wirken – und zwar mit vergleichsweise geringem Aufwand. Die Bevölkerung fühlt sich abgeholt, informiert und eingebunden. Gleichzeitig entsteht ein besseres Verständnis für touristische Entscheidungen und Entwicklungen.
Stephanie bringt es auf den Punkt: „Solche Formate müssen öfter stattfinden, damit sie sich in den Köpfen festigen. Der Aufwand ist überschaubar, aber der Nutzen enorm – die Menschen fühlen sich mitgenommen und ernst genommen.“
Genau deshalb findet dieses Format auch in Zukunft statt. Denn nur durch Wiederholung kann sich ein neues Format etablieren und nachhaltig wirken.
Was bedeutet das für dich als Touristiker:in? Ist Öffnung nicht genau der Hebel, um langfristig mehr Akzeptanz, Vertrauen und gemeinsame Entwicklung in deiner Region zu schaffen – und zwar nicht als einmalige Maßnahme, sondern als strategisches Instrument?