Header | © Montafon Tourismus GmbH/Stefan Kothner

Was das Montafon anders macht

  • Wie das Montafon zur Vorzeigeregion für verantwortungsvollen Tourismus wurde.

  • Welche Rolle das Zukunftslabor PIZ für die Transformation spielt.

  • Warum Wirtschaftlichkeit ein entscheidender Faktor für Nachhaltigkeit ist.

  • Wie die Region mit Widerständen und Veränderung umgeht.

  • Welche Zukunftsthemen das Montafon aktuell vorantreibt.

Dreieinhalb Jahre lang dauerte es, bis das Montafon zum Vorzeigemodell für eine zukunftsfähige Tourismusregion wurde. Das Zukunftslabor PIZ Montafon arbeitet seither intensiv daran, die Region mit jährlich rund 2 Mio. Nächtigungen nachhaltig weiterzuentwickeln. Mit dem Schwung vieler Befürworter:innen, aber auch dem Widerstand einiger „Verhinderer“, wie sie Christopher Eichhorn, der Kurator und Leiter des Zukunftslabors der Montafon Tourismus GmbH nennt. Dafür musste die Region zunächst selbst zur Vorreiterin werden.

Der Start des Zukunftslabors

PIZ steht für progressiv, innovativ und zukunftsorientiert. Mit genau diesem Anspruch öffnete das Zukunftslabor  PIZ Montafon im April 2022 seine Tore. Ausgangspunkt war eine Diskussionsrunde mit unterschiedlichen Leistungsträger:innen aus dem Montafon, die sich über die Zukunftsfähigkeit der gesamten Region austauschen sollten. Und sich schnell einig waren: Das Thema Nachhaltigkeit muss in sämtlichen Bereichen aktiver angegangen und mitgestaltet werden. Klar war auch, dass es für ein effizientes Arbeiten einen Schutzraum mit Gestaltungsfreiheit benötige. Fernab vom operativen Tagesgeschäft.

Von der Theorie in die Umsetzung

Doch wie kann eine Region Vorbild sein, wenn sie selbst noch Entwicklungspotenzial hat? Einer der ersten Schritte war deshalb die Zertifizierung mit dem Österreichischen Umweltzeichen. Zunächst beteiligten sich einzelne engagierte Tourismusbetriebe, später die gesamte Tourismusregion mit ihren zehn Gemeinden. Bereits in den ersten Monaten entstand außerdem das sogenannte PIZ VHOTEL – eine virtuelle Plattform mit praxisnahen Tipps für verantwortungsvolles Gastgeben und einem interaktiven Austauschbereich für Betriebe und Interessierte aus dem Montafon und, auf Anfrage, darüber hinaus.

„Sobald Unternehmer:innen erkennen, dass alternative Lösungen auch wirtschaftliche Vorteile bringen können, werden sie aufmerksam.“
Christopher Eichhorn | © Jan-Eric Euler
Christopher Eichhorn
Kurator und Leiter PIZ Montafon

Vom Widerstand zur Überzeugung

„Was heute strukturiert wirkt, war anfangs nicht immer einfach.“ In all der Aufbruchstimmung gab es auch kritische Stimmen: „Manche wollten Veränderungen aus Eigeninteressen verhindern oder hatten schlicht Angst davor“, so Christopher rückblickend. Gerade deshalb begann das Zukunftslabor, Nachhaltigkeit stärker aus wirtschaftlicher Perspektive zu denken und zu kommunizieren. „Sobald Unternehmer:innen erkennen, dass alternative Lösungen auch wirtschaftliche Vorteile bringen können, werden sie aufmerksam.“ Denn nachhaltige Entwicklung bedeutet nicht nur ökologische Verantwortung, sondern auch wirtschaftliche Stabilität und soziale Ausgewogenheit innerhalb einer Region.

Warum Veränderung im Montafon funktioniert

„Nachhaltigkeit ist hier kein Projekt mehr, sondern mittlerweile wirklich systemisch verankert.“ Warum das so ist? Christopher bringt es auf den Punkt: „In unserem Schutzraum können wir mit vollem Fokus und eigenem Budget effizient arbeiten.“ Genauso wichtig ist das Miteinander in der Region. Veränderungen entstehen nicht mit Druck, sondern durch kontinuierliche Impulse, Ausdauer und die Bereitschaft, Dinge neu zu denken. Vor allem junge Menschen bringen dabei frische Energie und den Mut, Bestehendes zu hinterfragen. Entscheidend ist jedoch die Nähe zur Realität: Maßnahmen müssen für alle funktionieren – vom kleinen Betrieb mit begrenzten Ressourcen bis zum großen Player. Deshalb setzt das Montafon bewusst auf umsetzbare Schritte und Quick Wins, die für alle einen Mehrwert schaffen.

Woran das PIZ Montafon aktuell arbeitet

Aktuell beschäftigt sich das Zukunftslabor intensiv mit den Themen Künstliche Intelligenz und Digitalisierung. Für viele Stakeholder ist inzwischen klar, dass sie sich mit diesen Entwicklungen auseinandersetzen müssen, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. „Wir haben mit unserer Arbeit Vertrauen aufgebaut“, sagt Christopher. Heute erfährt das Zukunftslabor viel Zuspruch und Nachfrage aus der Region. Eine wichtige Grundlage, um Tourismus so zu gestalten, dass Wertschöpfung und Lebensqualität im Gleichgewicht kommen – und bleiben.

Learnings:

  • Nachhaltigkeit braucht Gestaltungsfreiheit. Und den Mut, neue Wege zu denken.

  • Motivation entsteht, wenn eine Region selbst vorangeht.

  • Wirtschaftlicher Nutzen macht Nachhaltigkeit anschlussfähig.

  • Zusammenarbeit ist die Grundlage für effektive Veränderung.

Wie wichtig sind aus deiner Sicht gemeinsame Zukunftslabore für Regionen? Kann Nachhaltigkeit nur funktionieren, wenn Betriebe, Bevölkerung und Tourismus gemeinsam daran arbeiten? Teile deine Meinung gerne in den Kommentaren.

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