Über 60 Interessierte folgten den Vorträgen der drei Experten, die unterschiedliche Best-Practice-Beispiele nachhaltiger Mobilität vorstellten. Im Mittelpunkt standen neue Wege für Regionen, Gemeinden und Betriebe, um Verkehr zu reduzieren, Ressourcen zu schonen und gleichzeitig den Komfort für Gäste zu erhalten
Die Beiträge im Überblick
Gebhard Platter – Koordinator AlpsGo
„E-CarSharing als Schlüssel zur Mobilität ohne eigenes Auto“
Gebhard präsentierte das regionale E-CarSharing-Angebot AlpsGo, das Mobilität neu denkt – für private wie betriebliche Nutzer. Der durchschnittliche Privat-Pkw steht 23 Stunden am Tag still, verursacht jährliche Kosten von rund 4.000 Euro und wird im Schnitt nur von 1,5 Personen genutzt. Genau hier setzt AlpsGo an: mit geteilten Fahrzeugen, die besser ausgelastet sind und Ressourcen sparen.
· Kooperationen: mit Deutsche Bahn und dem App-Anbieter Moqo (1,2 Mio. Nutzer, 9.500 Fahrzeuge in 19 Ländern)
· App-Integration: Bald auch in der App „südtirolmobil“ sichtbar
· Modelle: öffentliches CarSharing und Partnermodelle für Unternehmen und öffentliche Institutionen
· Partner: Provinz Bozen, Loacker, IDM, HGV, Eurac, Adler Resort, u.v.m.
· Incentives: Umsatzbeteiligung bei Dritt-Nutzung, Förderung durch das Land, Pluspunkt fürs nachhaltige Image als Arbeitgeber
Gebhard betonte: „CarSharing funktioniert auch im ländlichen Raum – und ist für touristische Anbieter ein echter Mehrwert.“
Harald Reiterer – Leiter Green Mobility Südtirol, STA
„Betriebliches Mobilitätsmanagement – Ansätze für nachhaltige Mobilität im Tourismussektor“
Mit Blick auf das ambitionierte Ziel eines klimaneutralen Südtirols bis 2040 zeigte Harald, wie Mobilität strategisch verändert werden kann. Der Schlüssel: Vermeiden, Verlagern, Verbessern.
· Beispiele aus Südtirol: Aufwertung der Fußwege in Dörfern und Tälern, Pustertaler Skizug, Südtirol Guest Pass, NEU: Callbus Olang
· Betriebliche Maßnahmen: Parkraummanagement, Leihfahrräder, sichere Abstellanlagen, Ladepunkte, CarSharing-Optionen
Maximilian Hillmeier – Tourismusdirektor Bad Hindelang
„EMMI-MOBIL – elektrische Mobilität ab der Haustür“
Mitten im Naturschutzgebiet der Allgäuer Hochalpen bietet Bad Hindelang seit einigen Jahren ein elektrisches On-Demand-Angebot für Gäste und Einheimische: EMMI-MOBIL.
· 1 € pro Gast/Nacht fließt aus der Kurtaxe direkt ins Mobilitätsangebot
· Seit Start: 215.000 eingesparte PKW-Kilometer, über 86.000 Fahrgäste
· Durchschnittliche Wartezeit: nur 8 Minuten
· 90 % Gäste, 10 % Einheimische nutzen den Service
Maximilian ist überzeugt: „Nachhaltige Mobilität kann komfortabel, effizient und beliebt sein – wenn man den Mut hat, Neues zu wagen.“
Drei Learnings für dich:
1. Denke Mobilität neu: CarSharing, Rufbusse und integrierte Ticketlösungen funktionieren auch abseits der Ballungszentren – wenn sie gut geplant sind.
2. Nutze Förderungen und Kooperationen: Viele Mobilitätsmodelle profitieren von Partnerschaften und öffentlicher Unterstützung.
3. Mobilität beginnt beim Betrieb: Ob Hotel, Firma oder Tourismusverein – mit bewusstem Parkraummanagement, Sharing-Angeboten oder Fahrrad-Infrastruktur kannst du aktiv zur Verkehrswende beitragen.
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