Vom 17. bis 20. September 2026 wird in zehn Südtiroler Tourismusregionen gemeinsam aufgeräumt: Während der Südtirol CleanUP Days sammeln Einheimische und Gäste Müll in der Natur und setzen damit ein Zeichen für einen achtsamen Umgang mit der Landschaft. Das Säubern der Natur ist dabei nur ein Teil der Initiative. Teilnehmende werden aktiv zu einem Teil der Lösung und erleben ihre (Urlaubs)region aus einer neuen Perspektive.
Vier Tage für eine saubere Natur
Während der Aktionstage können Einheimische, Gäste, Betriebe, Vereine oder Freundeskreise auf einer Route ihrer Wahl Müll sammeln. Bis zum 20. September ergänzen die teilnehmenden Tourismusdestinationen die Initiative durch zusätzliche Veranstaltungen und Aktionen. Das benötigte CleanUP-Kit mit Müllsack und wiederverwendbarer Müllzange steht kostenlos zur Verfügung und ist direkt bei den teilnehmenden Tourismusorganisationen erhältlich. Der gesammelte Müll wird anschließend an den vorgesehenen Sammelstellen abgegeben.
Die letzte Ausgabe in Zahlen
Müllsammeln wird ein Erlebnis
Wie sich die Südtirol CleanUP Days weiterentwickeln lassen, zeigt die Ferienregion Ahrntal. Eine reine Müllsammelwanderung reicht nicht immer aus. Interessanter wird die Aktion, wenn das Aufräumen mit Wissen, Austausch und einem konkreten Erlebnis verbunden wird.
Bei einem vergangenen CleanUP-Format in Zusammenarbeit mit Protect Our Winters Italy waren etwa Naturliebhaber:innen und Athlet:innen gemeinsam bei einer geführten Wanderung unterwegs. Auf einer viel begangenen Route wurde Müll gesammelt und gleichzeitig der Lebensraum Fluss thematisiert. Ein anschließender Workshop zur Analyse des gesammelten Mülls machte sichtbar, was zum Staunen der Teilnehmenden tatsächlich in der Natur zurückbleibt und welche Spuren der Müll hinterlässt.
Auch der Upcycling-Workshop mit dem Percussionisten Max Castlunger kam in der Vergangenheit gut an. Vor allem junge Teilnehmende bauten dabei Trommeln aus alten Autoreifen. Den krönenden Abschluss der Aktion bildete ein gemeinsames Konzert auf den selbstgebauten Instrumenten. So wurde über Musik und Rhythmus auch der bewusste Umgang mit Müll und Natur zum Thema.
Unterkunftsbetriebe als wichtige Multiplikatoren
Gerade Unterkunftsbetriebe sind wertvolle Multiplikatoren, weil sie ihre Gäste direkt erreichen. Ein Hinweis beim Check-in, in der Morgenpost, über Social Media Post oder eine persönliche Einladung können aus einer landesweiten Initiative eine konkrete Aktivität vor Ort werden.
Das bedeutet nicht, dass jeder Betrieb selbst eine Veranstaltung organisieren muss. Schon ein Hinweis zu den Südtirol CleanUP Days und die Möglichkeit, sich mit dem eigenen CleanUP-Kit auf den Weg zu machen, ist ein erster Schritt.
Noch wirkungsvoller wird es, wenn Betriebe ihre Mitarbeitenden sowie Gäste motivieren, gemeinsam teilzunehmen oder eigene Formate unterstützen. „Im Ahrntal werden solche Team-Events von den beteiligten Betrieben positiv aufgenommen. Auch Veranstaltungen mit Mehrwert – etwa geführte Wanderungen, Workshops oder thematische Klima-Wanderungen – können unterschiedliche Zielgruppen ansprechen,“ so Theresia. „Denn auch das hat sich vor Ort gezeigt: Wer selbst sichtbar mitmacht, schafft Aufmerksamkeit. Menschen fragen nach, kommen miteinander ins Gespräch und werden neugierig.“
Die zehn teilnehmenden Regionen
Viele der teilnehmenden Destinationen verfügen über eine Nachhaltigkeitszertifizierung und setzen im Rahmen ihrer jeweiligen Anforderungen regelmäßig konkrete Maßnahmen zum Schutz und Erhalt ihres Lebensraums um.
Jetzt mitmachen und Südtirol CleanUP Days entdecken
Südtirol CleanUp Days, die irgendwann nicht mehr nötig sind
Die Südtirol CleanUP Days sollen nicht nur als jährliche Müllsammelaktion verstanden werden, sondern als Teil der Sensibilisierung für einen aufmerksamen Umgang mit der Natur. Mit dem langfristigen Ziel, dass Müll künftig gar nicht mehr in der Natur landet.
„Im Ahrntal beobachten Mitarbeitende von Naturpark, Tourismusorganisationen und Skigebieten auf regelmäßig kontrollierten Wegen eine sinkende Müllmenge. Auffällig ist dabei: Je höher die Lage, desto weniger Müll wird gefunden“, berichtet Theresia. Gleichzeitig bleibt das Thema aktuell, etwa auf viel begangenen Wegen, wo Taschentücher und Zigarettenstummel besonders häufig zurückbleiben.
Das langfristige Ziel ist damit eigentlich paradox: Die besten Südtirol CleanUP Days wären jene, die es irgendwann nicht mehr braucht.
Learnings:
Wie steht eure Region, euer Betrieb zu den Südtirol CleanUP Days? Macht ihr bereits mit oder habt ihr eigene Ideen, wie Gäste für einen achtsamen Umgang mit der Natur sensibilisiert werden können? Diskutiere mit der Community und teile deine Erfahrungen in den Kommentaren.
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