Er ist krümelig, fettarm, intensiv im Geschmack – und tief verwurzelt in der Geschichte des Ahrntals: der Graukäse. Lange galt er als Arme-Leute-Essen, heute steht das „Presidio Slow Food“ für eine tiefe Wertschätzung der Zutaten und ihrer Hersteller.
Im Biohotel Bühelwirt leben Michaela und Matthias Haller konsequent eine regionale Küche, 100 % bio. Ein Schlüssel dazu ist die enge Zusammenarbeit mit lokalen Partner:innen wie Bio-Bauer Peter. Er liefert Graukäse aus Biomilch – eine Spezialität, die Küchenchef Michi Moser in modernen, raffinierten Gerichten neu interpretiert. „Unsere Gäste wollen das Ahrntal schmecken, spüren, erleben“, erzählt Gastgeberin Michaela.
Kulinarisch kreativ wird es auch im Restaurant Schneidaleachn in Weißenbach, wo drei Generationen auf Regionalität und Eigenproduktion setzen. Hier kommt der Graukäse in verschiedenen Variationen auf den Tisch – etwa als Graukäse-Risotto, panierter Graukäse auf Fenchel-Salat oder als traditionelle Käsenocken.
Als Aushängeschild der Region bekommt der Graukäse die Bühne, die ihm zusteht. Michael Zimmerhofer, Tourismuspräsident des Ahrntals, sieht in ihm einen echten Botschafter der Region: „Bei den Ahrntaler Graukäsetagen und Vergleichsverkostungen zeigen wir, was das Produkt kann – vom Bauernhof bis zur Gourmetküche.“ Große Aufmerksamkeit wird dabei natürlich den leidenschaftlichen Graukäse-Produzenten des Tals zuteil, wie etwa der ausgezeichneten Hofkäserei Moarhof in Ahornach: Sie verwendet ausschließlich Milch von eigenen Kühen und stellt das Qualitätsprodukt nach traditionell überlieferter Weise her.
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