Wenn es im Ultental auf 1.400m Höhe noch dunkel ist, brennt in der Backstube von Hannes Schwienbacher schon Licht. Er zieht die ersten Brote aus dem Ofen. Vollkornbrote, Vinschgerlen, Roggenlaibchen und süße Mehlspeisen reihen sich in den Regalen. Gebacken mit regionalem Mehl, vieles in Bio Qualität.
Dass hier oben Tag für Tag eine solche Vielfalt entsteht, ist keine Selbstverständlichkeit. „Ohne die Gastronomie und Hotellerie wäre es nicht möglich, ein so breites Angebot aufrechtzuerhalten“, sagt Hannes. Früh gehen Lieferungen in die Küchen der Hotels und Gasthäuser, später kommen Menschen aus dem Dorf in den Laden.
Hannes backt im Ultental über 70 Brotsorten. 40 Mitarbeitende gehören zu seinem Betrieb. Ultner Brot ist einer von 280 Betrieben im Tal. Gemeinsam sichern sie rund 800 Arbeitsplätze bei 3.000 Einwohner:innen.
Wo gearbeitet wird, bleibt Leben im Ort. In der Apotheke, im Postamt, in der Dorfbar und auch in der Freizeit. Hannes fährt gern hinauf zur Schwemmalm. Mit der Gondel geht es nach oben, wenig später breitet er seinen Gleitschirm aus und hebt ab. Unter ihm liegt das Tal, in dem Arbeit und Alltag ineinandergreifen.