Die aktuelle Mobilitätsumfrage von SWG und Trainline unter Gästen aus dem DACH-Raum und Italien zeigt eine interessante Entwicklung: Die Bereitschaft, mit der Bahn nach Südtirol anzureisen, nimmt zu – besonders in Italien. Im DACH-Raum ist die Veränderung bislang gering. Mit der Fertigstellung des Brenner Basistunnels wird zudem erwartet, dass die Bahnanreise weiter an Bedeutung gewinnt. Erfreulich: Bereits 66 Prozent aller Befragten nutzen öffentliche Verkehrsmittel während ihres Aufenthalts. Ein Zeichen dafür, dass Mobilität ohne eigenes Auto vor Ort für viele Gäste mittlerweile zum Urlaub in Südtirol dazugehört.
Um diesen Aufwärtstrend bei der Bahnreise zu unterstützen, gilt es jetzt, die bestehenden Möglichkeiten für Gäste noch sichtbarer und einfacher nutzbar zu machen.
Die wichtigsten Zahlen der Umfrage
Im Zug nach Südtirol: Entwicklung mit Potenzial
Obwohl die Umfrage zeigt, dass die Bahn als alternatives Reisemittel an Bedeutung gewinnt, bleibt das Auto sowohl bei den Befragten aus Italien und dem DACH-Raum immer noch das meist genutzte Verkehrsmittel. Mit der Fertigstellung des Brenner Basistunnels dürfte die Anreise mit der Bahn nochmals attraktiver werden. Langfristig soll der Anteil der Gäste, die mit dem Zug nach Südtirol kommen, auf rund 25 Prozent steigen. „Für den Tourismus bedeutet das, dass die Bahn als Anreisemöglichkeit voraussichtlich weiter an Relevanz gewinnen wird“, so die Projektverantwortliche Claudia Hintner von IDM Südtirol.
Noch bestehen allerdings Hürden. Laut Umfrage sind das vor allem das Gepäck, lange Reisezeiten, die Entfernung vom Bahnhof zum Urlaubsziel sowie die Frage, wie zuverlässig und flexibel die Weiterreise funktioniert. Hier können Tourismustreibende direkt ansetzen und Gepäcktransporte, Abholungen vom Bahnhof oder andere Transfermöglichkeiten vorschlagen. Wichtig ist, dass diese Angebote bereits bei der Reiseplanung sichtbar und leicht auffindbar sind.
Vor Ort: Mobilität ohne eigenes Auto etabliert
Während das Auto bei der Anreise noch dominiert, sieht es während des Aufenthalts anders aus. Öffentliche Verkehrsmittel werden von vielen Gästen bereits selbstverständlich genutzt. Ein wichtiger Faktor dabei ist der Südtirol Guest Pass. Er ermöglicht einen unkomplizierten Zugang zu Bus und Bahn und ist für viele Gäste inzwischen ein fester Bestandteil ihres Aufenthalts.
„Die hohe Nutzung zeigt, dass Mobilitätsangebote leichter angenommen werden, wenn sie einfach zugänglich und gut in den Urlaub integrierbar sind. Darauf lässt sich aufbauen“, so Claudia.
Beispielsweise mit einem funktionierenden Gepäcktransport, unkomplizierten Transfers oder praktischen Verleihmöglichkeiten. Die Ferienregion Ritten zeigt, dass der Gepäcktransport von Gästen gut angenommen wird – und Gäste dort vermehrt mit den Öffis anreisen.
Die Bahnanreise einfacher machen
Die Umfrage zeigt damit nicht nur, wie es um das Mobilitätsverhalten der Gäste steht, sondern auch, wie Tourismustreibende die positive Tendenz unterstützen können.
Dies beginnt idealerweise schon in der Kommunikation vor der Anreise. Auf der Website, bei der Buchung oder in den Informationen zur Anreise können Betriebe zeigen, wie Gäste mit dem Zug anreisen und von dort unkompliziert zur Unterkunft gelangen. Auch vor Ort sollten Guest Pass, Bus- und Bahnverbindungen sowie weitere Mobilitätsangebote leicht auffindbar sein.
Wie solche Möglichkeiten einfach, verständlich und zum richtigen Zeitpunkt kommuniziert werden können, zeigt die Mobilitätstoolbox von TourisMUT mit praxisnahen Kommunikationsmaßnahmen und Möglichkeiten.
Learnings:
Wie erlebt ihr das Mobilitätsverhalten eurer Gäste? Welche Fragen oder Hürden begegnen euch bei der An- und Abreise und vor Ort immer wieder? Und wo habt ihr bereits gute Lösungen gefunden? Diskutiere mit der Community und teile deine Erfahrungen, Ideen und Best Practices in den Kommentaren.
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